Montag, 30. november 2009
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Passend zur Kreditkartenabrechnung (aua aua…) schreibe ich auch noch ein paar Zeilen zu meinem New York
Urlaub im Oktober. Nachdem es ein Tagesangebot im Juni von Aer Lingus für 240 € New York hin- und zurück gab, haben meine Kollegin Brenda und ich direkt zugeschlagen. Na ja, und weil wir im Team
offensichtlich Trendsetter sind, haben sich noch zwei Kollegen Tobias und Marc angeschlossen (allerdings erst einen Tag später gebucht haben und dann 350 € zahlen mussten - ha ha).
Gut, New York war natürlich ratz fatz geplant und los ging es. Vom Flughafen aus sind wir natürlich direkt
zum Hostel gefahren, indem wir unsere Übernachtungen (DZ mit eigenem Bad) gebucht hatten. Als misstrauischer deutscher Bürger hatte ich natürlich nicht nur die Buchungsbestätigung des Systems
dabei, sondern auch noch einmal eine persönliche Bestätigung des Reservation Managers. Nachdem die – wir nennen Sie mal… ja…äh: Frau – an der Rezeption nicht einmal ein „Hallo“ über die Lippen
brachte, schoss Sie direkt auf uns los, das Hostel sei voll. Leider konnten meine zwei Buchungsbestätigungen auch nichts mehr daran ändern – angeblich hätten wir ja „die Buchung storniert“. Die
Buchungsbestätigung des Reservation Managers vom Vortag sagte natürlich etwas anderes… Leider ging der Manager aber auch nicht ans Telefon, um dies zu bestätigen. Die Frau gab uns dann den Tipp,
wir könnten in 20 Minuten wiederkommen, dann käme eine Kollegin, die bescheid wüsste. Schlitzohr Brenda hat aber sofort gewittert, was die Frau vor hatte (abhauen und uns und die neue Kollegin da
stehen lassen) und brachte ein trockenes: „Wir bleiben!“ von sich. Der Manager rief dann auch zurück – hatte aber natürlich keine Ahnung von irgendetwas. Allerdings sei doch noch ein Einzelzimmer
frei – und eine zweite Matratze wäre irgendwo im Keller. Das wurde uns dann auch in aller Unhöflichkeit mitgeteilt, woraufhin wir aber auch direkt darauf hingewiesen wurden, dass die Frau nicht
für das Matratzen-tragen bezahlt werden würde. In dem Moment kam eine kanadische Reisegruppe von sechs Leuten – die ebenfalls einchecken wollten. Denen geschah leider das gleiche: „Ihr habt Eure
Buchung storniert – das Hostel ist jetzt voll“ (dieser Satz schien wohl die Standardausrede zu sein). Nach ein paar Anrufen – die sie auch noch selber tätigen mussten, wurde ihnen der Weg zur Tür
gezeigt und sie standen auf der Straße, nachts um 12 im Regen! wenigstens hatten sie sich vorher noch die letzte und günstigste freie Unterkunft für 230 € pro Person organisiert. Wir hingegen
hatten die große Ehre, die nächste Pfeife hinter der Rezeption kennenzulernen. Auf mehrfaches Fragen, wurde der Reservation Manager erneut angerufen – der die beiden dann auch überzeugt hat, die
Matratze in den vierten Stock zu bringen und das Bett zu beziehen. Nachdem wir abgeklärt haben, dass wir dann am nächsten Tag in unser DZ mit Bad kommen, sind wir aufs Zimmer und haben dann auch
direkt geschlafen. Am nächsten Tag sind wir wieder zur Rezeption gegangen, haben den Schlüssel für das EZ abgegeben und uns vom Manager versichern lassen, dass wir heute Abend dann unser DZ mit
Bad bekommen. Er erzählte uns noch, wie sehr ihm die ganze Sache leidtun würde, wir müssten die ersten zwei Nächte definitiv nicht bezahlen und er würde die Taschen in das neue Zimmer tragen. Na
ja gut – zwei Nächte umsonst… Immerhin etwas
J
Wir sind dann in den Central Park gegangen und haben uns dort umgeschaut. Von dort aus sind wir am Guggenheim
Museum vorbei und über die 5th Avenue zum Empire State Building gelaufen. Weiter ging es dann zum Chrysler Building und zur Public Library. Am Flatiron haben wir dann umgekehrt und sind passend
zum Sonnenuntergang nach oben auf das Rockefeller Center gefahren.
Anschließend ging es zum Madison Square Garden – wir hatten zuvor Eishockey Karten für ein Spiel der New York Rangers gekauft. Dort haben wir die Jungs wieder getroffen (die wir bis dahin noch
gar nicht wieder gesehen hatten) und dann das Spiel geschaut. Bereits nach einigen Minuten ging auch gleich die erste Prügelei los
J Die Schiedsrichter haben dann ganz symbolisch einen Kreis um die zwei Streithähne gebildet und einfach gewartet, bis diese sich fertig verprügelt hatten…
Abends sind wir dann wieder im Hostel angekommen und wollen unseren neuen Zimmerschlüssel abholen. Dieses Mal
saß eine nächste, andere Frau hinter der Theke – die aber genauso unfreundlich und ahnungslos war, wie die ersten Zwei: „Ihr steht nicht im Buchungssystem.“ Uns hat fast der Schlag getroffen.
Gut, das ganze Theater ging also wieder von vorne los. Diesmal hatten sie allerdings ein Zweibettzimmer ohne Bad frei. Wir haben dann unsere Taschen aus dem Keller geholt und diese dann in das
neue Zimmer gebracht. Am nächsten Morgen versicherte uns der Reservation Manager dann, dass wir definitv heute Abend in unser richtiges Zimmer könnten. Eines der DZ mit Bad wären heute frei
geworden. Gut – wir haben dann also den Schlüssel abgegeben und sind zum Outlet nach New Jersey gefahren. Dort haben wir uns einmal durch die Läden geshoppt und haben uns dann voll bepackt wieder
auf den Rückweg zum Hostel gemacht:
Im Hostel konnten wir dann die Steigerung des ganzen Dramas erleben – wir hatten diesmal gar kein Zimmer!
Darüber hinaus lag unser Gepäck einfach unbeobachtet im Flur. Da wir die ersten zwei Nächte nicht bezahlt hätten, hätten sie das reservierte DZ weitergegeben. Der Reservation Manager brachte nur
ein „ach, hab ich wirklich versprochen, dass ihr zwei Nächte umsonst bekommt?“ über die Lippen und sagte uns dann, ja – das täte ihm jetzt aber wirklich leid. Nun gäbe es nicht einmal mehr ein
Einzelzimmer. Gott sei war im Nachbarhostel noch ein DZ frei (nicht für 230€ pro Person) – allerdings war es dort saukalt, weswegen wir auch nicht wirklich geschlafen haben… Am nächsten Tag sind
wir noch einmal zu unserem chaotischen Hostel zurück, um uns zu versichern, dass wir nach unserem Aufenthalt in Boston auch im System mit einem DZ und Bad verbucht sind. Das haben wir uns dann
auch auf dem PC zeigen lassen!!!
Von dort aus ging es mit einem Bus Richtung Boston! Dort im Hostel angekommen – hat alles super geklappt. Wir
hatten ein Zimmer, uns wurden Stadtpläne und Restaurantempfehlung von der Rezeption gegeben und wir haben uns direkt wohl gefühlt. Boston war einfach nur schön – total sauber und gepflegt, nicht
so überfüllt und laut wie New York und stand in seiner vollen Blüte. Überall gab es Schwäne, Gänse und Eichhörnchen. Zwar keine die Lesen können, aber sie waren trotzdem ganz süß und zutraulich
(hier muss man sich ja mal wieder fragen: „Wie kommt dieses Schild in die Mitte einer Rasenfläche???“):
Abends sind wir in ein Fischerrestaurant gegangen und haben dort ein Fischplatte gegessen (leider war alles –
wie überall in Amerika – frittiert, so dass wir jeder nur ein Drittel essen konnten). Anschließend haben wir einen Spaziergang durch North End gemacht und sind später auf zwei Bierchen in eine
Bar mit Life Musik gegangen. Als wir dann aber von einer völlig besoffenen Blondine angesprochen wurden, wir sollten tanzen, dann würde sie ein Bier bekommen, sind wir aber auch wieder zurück zum
Hostel. Am nächsten Morgen haben wir unsere Taschen an der Rezeption abgegeben und sind zur Harvard University gefahren. Dort haben wir uns natürlich – wie auch jeder andere – die Weisheit aus
John Harvards Füßen gesogen und haben bei einigen Führungen reingehört. Von dort aus sind wir weiter zum wunderschönen Hafen von Boston:
Abends ging es dann zurück nach New York. Aus lauter Panik hatten wir bereits ab 9 Uhr morgens alle 4 Stunden
im Hostel in New York angerufen und immer wieder betont: „Wir kommen heute Abend – gib nicht unser Zimmer weg!!!“ Abends hatten wir diesen Rhythmus auf einen ein-stunden-Takt verschärft. Zur
Belohnung konnten wir unser DZ mit Bad beziehe!!!
Am nächsten Morgen sind wir ins Guggenheim Museum (American Museum of Natural History) gegangen. Anschließend
ging es mit der Fähre einmal nach Staten Island – natürlich für ein Fotos von der Freiheitsstatue. Von dort aus sind wir ins Financial District und zum Ground Zero (ehem. Twin Towers) gegangen.
Den Abend haben wir dann in einer Jazzbar verbracht, die ausnahmsweise Donnerstags Salsa Abend hatte *hmpf.
Den nächsten Tag haben wir in Little Italy und Chinatown (*ihh bah) verbracht. Im Wesentlichen in
Handtaschenläden, da Brenda sich nicht zwischen einer braunen und einer schwarzen Handtasche entscheiden konnte (das gleiche Modell wohlgemerkt). Nachdem sie dann also entschieden hatte, sie
könnte noch keine endgültige Entscheidung für die eine und gegen die andere treffen, sind wir in einem kleinen Italiener essen gegangen. Brenda hatte sich dann währenddessen für die braune Tasche
entschieden und wir wollten diese dann auf dem Weg zur U-Bahn abholen. Dramatischerweise war der Laden geschlossen. Der Plan, die Tasche dann am nächsten Tag abzuholen stand aber in 30 Sekunden.
Abends haben wir uns dann eine Tanzshow am Broadway angeschaut, die wirklich genial war! Danach ging es dann zurück ins Hostel. Am nächsten und letzten New York Tag sind wir natürlich früh wieder
nach Chinatown gehetzt, um die braune Tasche zu kaufen. Beim reingehen in den Laden konnte ich mir den Witz nicht verkneifen „Ohhh Brenda, die Tasche ist weg!“. Leider war dem auch wirklich so…
*ooops! Obwohl die schwarz-weiße Tasche zu Beginn häufig als sogar bessere Tasche als die Braune in Betracht gezogen wurde, wurde sie nur noch ‚widerwillig‘ zur Ersatzbefriedigung mitgenommen.
Leider ging es anschließend auch bereits wieder zum Flughafen und von dort aus direkt zur Arbeit *schnarch*schnarch…
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