Dienstag, 14. juli 2009 2 14 /07 /2009 00:43

Egsland: Ist die phonetisch korrekte Übersetzung von Ireland ;-)
Ihr Lieben, ich bin mal wieder etwas verspätet mit meinen Berichten, aber es sind wieder tolle Sachen passiert, von denen ich Euch unbedingt erzählen möchte. Wie alle ganz bestimmt wissen, haben Alonso und Ullala (aus Datenschutzgründen verwende ich andere Namen) ihre Flitterwochen ehrenwerterweise bei mir in Irland verbracht! Nichts ahnend habe ich die beiden am Sonntag Abend vom Flughafen abgeholt und die beiden in ein ganz tolles Schlosshotel gebracht, in dem wir auch sehr lecker zu Abend gegessen haben. Nach einem hervorragenden Dessert (Ullala und ich hatten uns für die Creme Brulée mit Limonengras und Basilikum entschieden – köstlich!!!) sahen mich beide mit großen strahlenden Augen an und Alonso fragte: „Anke, wir haben Neuigkeiten!“ Fast vom Stuhl springend war mir natürlich bewusst, welche tollen Neuigkeiten endlich verkündet werden würden ich bestätigte mit einem euphorischen „Jaaa, Jaaa, Jaaa – Sagt es mir endlich!!!“ Wenig überrascht über meine freudige Reaktion bekam ich dann die Hochzeitskarte der beiden (haha – ich musste kein Porto dafür nachzahlen ;-) – Sorry ihr beiden, kleiner Scherz am Rande). Ich habe mich so sehr über die Nachricht und unseren jetzt auch endlich offiziell bestätigten Familienzuwachs gefreut, obwohl unsere Ullala natürlich immer schon nicht nur vollständiges Familienmitglied, sondern auch mehr als liebgewonnene Freundin von uns allen war. Wir haben den Abend mit ein paar Guinness an der Hotelbar mit schönen und lustigen Hochzeitsgeschichten ausklingen lassen. Am nächsten Tag haben sich die beiden Turteltäubchen dann auf in den Süden gemacht und ein paar Impressionen von Irland gesammelt (die beiden haben bereits in nur einer Woche schon mehr gesehen als ich ;-) Ich müsste auch so langsam mal Irland erkunden…). Hierüber kann ich leider nicht viel berichten ;-). Am darauf folgenden Samstag Abend sind die beiden dann wieder unversehrt in Dublin angekommen und wir sind zum Abendessen in die Stadt gegangen. Anschließend haben wir eine Pubtour durch Temple Bar gemacht und haben in verschiedenen Bars zu super life music getanzt und wie alle Anderen mitgesungen.
Im so genannten Greenhouse haben wir uns ganz besonders über zwei wirklich gut aussehende Engländer amüsiert, die auf mein Bitten nach einem Foto gleich Alonso und Ullala in Beschlag genommen haben. Leider ist dieses Bild… ähh… unscharf… weswegen ich Euch leider nur Einzelexemplare zeigen darf… äh… kann:
















Für den nächsten Tag hatten wir uns vorgenommen, nach Newgrange zu fahren und uns dort die wirklich beeindruckenden Hügelgräber (welche immerhin 1000 Jahre älter sind als Stonehenge) dort anzuschauen. Es war vereinbart, dass ich die beiden um halb 11 am Hotel abhole und wir von dort aus starten. Leider sprang mein Wagen nicht an und Alonso und Ullala mussten mit einem Taxi erst mal zu mir kommen. Wir haben den Wagen angeschoben, woraufhin wild die Ölleuchte blinkte… Nun ja, wir befolgten den Rat des Handbuches und machten den Wagen wieder aus. Nachdem Alonso ca. 41 Mal rechts und mindestens 7 links um den Wagen herumgelaufen ist und versuchte, den Fehler zu finden, hing ich bereits 15 Minuten in der Warteschleife von Enterprise Car Rental: „Your call is important for us. Please hold the line… Your call is very important to us. Please hold the line… You are the next customer. Please hold the line… Your call is important to us….“. Nach dann ungefähr 21 Minuten bin ich dann auf die britische Hotline umgeleitet worden, wo mir dann gesagt wurde, dass alle Filialen von Enterprise am Sonntag geschlossen haben. Ausschließlich die Filiale am Flughafen sei geöffnet. Super – wie können wir die nun erreichen? Mit einer freundlichen Verabschiedung leitete mich die Dame erneut auf die Enterprise Hotline von Irland weiter: „Your call is very important for us. Please hold the line…“ Nach immerhin nur 10 Minuten konnte ich dann auch mein Anliegen vortragen und wurde mit Enterprise am Flughafen verbunden. Die hatten nur leider kein Auto mehr. Inzwischen fing es an zu regnen und wir sind dann erst mal auf einen Kaffee in meine Wohnung gegangen. Ich suchte im Internet nach verfügbaren Wagen und Alonso durchstöberte diverse Reiseführer. Nachdem die Suche im Internet bei meiner schlechten Verbindung sehr schleppend verlief, schlug Alonso vor, bei einer anderen Autovermietung einfach schnell anzurufen – Wir versuchten es bei Sixt. Dort hing ich wieder einige Minuten in der Hotline allerdings war mein Anruf Sixt anscheinend nicht „very important“ und ich durfte nur die line holden. Hier ging dann auch gar keiner mehr ans Telefon und wir versuchten einen nächsten Anbieter – Alonso suchte, Ullala und ich witzelten über verschiedene Verschwörungstheorien und dachten uns wirre Geschichten aus, warum uns das Schicksal so unbedingt in Dublin behalten will. Wir riefen dann aber trotzdem bei Budget Cars an. Zu unserer Überraschung nahm jemand direkt meinen Anruf entgegen und es war auch noch ein Wagen verfügbar!!! Voller Begeisterung nannten wir alle Fahrerdetails… als mein Handy mir sagte: „You need to top up your account“ und das Telefonat beendet war, bevor ich die Kreditkartendetails angeben konnte. Ungläubig sahen wir uns demnach an, fingen an zu lachen. Sofort wurden unsere Verschwörungstheorien weiter ausgeschmückt. Nun ja, mit Alonsos Handy haben wir dann doch bei Budget Cars die Buchung vollenden können und machten uns auf zur Straße, an der wir ein Taxi anpfeifen wollten (was normalerweise in Dublin bei 16.000 Taxis wirklich noch NIE ein Problem war!!!!). Aber natürlich kam keins an diesem verrückten Tag und wir liefen der nächst gelegenen Hauptstraße entgegen. Komischerweise haben wir dann bald ein Taxi bekommen und sind ohne Probleme/Pannen zum Flughafen gekommen. Von dort aus sind wir dann ca. drei Mal um Newgrange herumgefahren, bis wir endlich den Weg zum Visitor Center gefunden hatten (von dort aus ging es dann mit Bussen weiter). Neben der Grabstädte Newgrange haben wir uns auch noch Knowth angeschaut und waren von der Geschichte dieser Gräber und dem anscheinend vorhanden Wissen der damaligen Urzeitmenschen beeindruckt (Weltkulturerbe):

Anschließend sind wir zurück nach Dublin gefahren und haben einen Stop am Merrion Square gemacht, wo an diesem Wochenende die Weltmeisterschaften im „Street Performance“ war. Hier haben wir ein paar lustige Vorführungen gesehen, bei denen eigentlich mehr geredet als gemacht wurde – Trotzdem fühlten wir uns gut unterhalten. Mit einem Bärenhunger sind wir dann in ein Restaurant gegangen, haben noch etwas gegessen und sind nach jeweils zwei Ullala: Whiskey, Alonso: Guinness, Anke: Hot Whiskey ins Bett gefallen. Für mich war es auf jeden Fall ein super tolles Wochenende mit einer ganz besonderen Überraschung und einer endlich offiziellen neuen super tollen Tante Ullala!!!

von Anke Schräder
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