Ein ernst zu nehmendes Problem auf Mallorca...
Um dem Alltagsstress zu entfliehen und mal wieder ein bisschen auszuspannen, haben Mama und ich kurzfristig entschieden, Mallorca einen neun-tägigen Besuch abzustatten. Dieser Urlaub eignete sich
darüber hinaus sehr für mein noch ausstehendes Geschenk: Nach Hermann’scher Familientradition ist der Mutter für die entstandenen Ausbildungskosten und dem moralischen Beistand vom ersten Gehalt
ein Schmuckstück zu kaufen. Mama hatte sich ein grobgliedriges Armband gewünscht, welches ich zuvor bei Oeding Erdel in Münster gekauft habe. Nach ein paar kleinen Änderungen konnte ich dieses
dann auch noch vor unserem Urlaub in Münster abholen und es nach Mallorca mitnehmen.
Mama war morgens vorgeflogen und hat mich gegen 18 Uhr bei noch schonen 32 Grad am Flughafen abgeholt. Im Hotel haben wir schnell meine Tasche ins Zimmer gebracht und sind dann hinunter ins Hotelrestaurant gegangen. Während sich das Mütterlein ihre Vorspeise am Buffet holte, holte ich schnell das Geschenk heraus und legte es auf unseren Tisch. Als sie beim zurückkommen das Päckchen auf ihrem Platz sah, wusste sie natürlich auch direkt bescheid, um welches Geschenk es sich hierbei handeln könnte. Sie las zunächst die Karte, in der ich die Geschichte „Fußspuren im Sand“ (http://www.life-is-more.at/life/gedichte/spuren_im_sand.php) niedergeschrieben hatte. Vorne auf die Karte hatte ich ein Bild mit meinen Fußabdrücken am Dubliner Strand aufgeklebt. Anschließend öffnete sie das Geschenk und freute sich heulenderweise über das Armband. Ich erklärte ihr, dass auf der kleinen Plakette des Armbandes meine Fußabdrücke vom Strand eingraviert sind und dass Oeding Erdel von meinem speziellen Auftrag (dieser umfasste einige Besuche und 21 Emails, darüber hinaus 7 Telefonate) zwar leicht genervt war, aber der Graveur und die Goldschmieden auf alle meine Wünsche eingegangen sind.
Nun ja, der Abend endete an der Bar mit ein paar Drinks zu viel (für Mama jedenfalls), so dass wir am nächsten Tag erst mal lange
ausgeschlafen haben. Anschließend hab ich mich dann schon einmal alleine zum Frühstücksbuffet geschleppt und bin danach ans Meer gegangen. Hier hab ich dann auch noch ein kleines Nickerchen
gemacht. Irgendwann kam später auch der Körper von Mama angeschlichen und hat sich zu mir gelegt. Um ca. zwei Uhr haben wir dann kurz überlegt, ob es uns wert ist für ein Mittagessen aufzustehen
(immerhin musste man sich hierfür in der Hitze bewegen). An diesem Tag haben wir es vor lauter Erschöpfung nicht geschafft. Nun ja, so ungefähr haben wir auch die folgenden acht Tage verbracht,
wobei Mama die Lesekrankheit und ich die Schlafkrankheit bekommen haben. Ab dem dritten Tag hat sie mich in regelmäßigen Abständen geweckt, um zu überprüfen, ob ich nicht zwischendurch schon
gestorben bin. Was soll man sonst auch bei Temperaturen von 36-41 Grad machen? Außerdem lud die schöne Aussicht auch zum relaxen ein:
(Ankes Ausblick - wenn sie mal wach war) (Mamas Ausblick ;-) )
Bei erträglicheren Werten von 29-32 Grad haben wir abends kleine Ausflüge unternommen (zum Beispiel nach Port
de Sóller, Valldemossa, Palma oder Port d’Andreatx. Hier haben wir wunderschöne Orte und Strände gesehen (und konnten dem bescheuerten Hotel-Animationsprogramm aus dem Weg gehen – das leider
jeden Abend gleich war und von einen ca. 40 Jahre alten Animateur gemacht wurde, der die ganze Zeit nur „Kikuk“ brüllte (in einer Tonlage, die nicht einmal Frauen beherrschen, sondern eigentlich
nur Neugeborene)). Daher haben wir uns auch nicht gewundert, dass der gute Mann älteren Frauen im Hahnkostüm Schwimmunterricht gab… Wir haben uns dann eher am Strand aufgehalten ;-)
Natürlich blieb Abends auch noch reichlich Zeit für Späße, Nachttänze und Nachtbaden:
Diese schönen 9 Tage sind leider viel zu schnell vorbei gegangen, wobei dies auch ein Ende haben musste – so viel Schlaf ist bestimmt auch nicht gesund :-D
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